Sex on the Beach
Sex on the Beach
Regie: Ben Palmer
Darsteller: Simon Bird, Blake Harrison, Joe Thomas u.a.
Die vier Freunde Will (Simon Bird), Neil (Blake Harrison), Simon (Joe Thomas) und Jay (James Buckley) sind nicht gerade das, was man als Traumtypen bezeichnen würde: Optisch eher keine Hingucker, Coolness-Faktor gleich Null und sexuell chronisch unterfordert! Immerhin schaffen die Jungs wenigstens ihren Schulabschluss. Ein unerwarteter Erfolg, der entsprechend gefeiert werden muss: Ab nach Kreta, wo Sonne, Strand, Partys, eimerweise Alkohol und heiße Sex-Nächte auf sie warten – zumindest in ihren Träumen… Denn auf das, was ihr "Traumurlaub" für sie bereithält, sind die Jungs nicht vorbereitet: Ein mit "Absteige" noch freundlich umschriebenes Urlaubsdomizil statt Traumhotel mit Aussicht, Dauerkater ohne Frühstück statt Party ohne Ende, Avancen britischer Seniorinnen statt scharfer Strandflirts und Blitz-Ebbe in der Urlaubskasse statt ausschweifender Partynächte. Erst die Aussicht auf eine Bootsparty mit vier süßen englischen Touristinnen lässt bei dem verzweifelten Quartett Hoffnung aufkeimen…
Als "The Inbetweeners" sind diese vier Jungs in Großbritannien bereits seit Jahren unangefochtene TV-Serienhelden. Jetzt startet ihr erster Kinofilm: Vier Wochen auf Platz 1 der britischen Kinocharts und ein Rekordeinspiel von bislang über 50 Millionen Euro machen "Sex on the Beach" (Originaltitel: "The Inbetweeners Movie") in Großbritannien zur erfolgreichsten britischen Komödie der letzten 10 Jahre. Alleine an ihrem Startwochenende schafften es die Urlaubsabenteuer von vier partyhungrigen Jungs, über 15 Mio. Euro an den britischen Kinokassen einzuspielen. Damit erzielten sie den besten Start einer britischen Komödie (und eines unabhängig produzierten britischen Films) überhaupt und überholten u.a. den bisherigen Rekordhalter "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns". Ein Erfolg, der in Großbritannien die Presse und das Kinopublikum gleichermaßen überrascht und begeistert.
4 von 5 Punkten
Hugo Cabret – in 3D
Hugo Cabret – in 3D
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Asa Butterfield, Jude Law, Chloe Moretz u.a.
Nominiert für 11 Oscars, ausgezeichnet mit dem Golden Globe 2012 für die "Beste Regie" – Martin Scorsese präsentiert seinen ersten 3D-Film: Die Geschichte von Hugo Cabaret spielt im Jahr 1931 – unter den Dächern von Paris. Der 12-jährige Waisenjunge Hugo Cabaret (Asa Butterfield) lebt alleine in den Gemäuern eines gigantischen Pariser Bahnhofs. Seitdem sein Vater (Jude Law), ein talentierter Uhrmacher, bei einem Brand ums Leben kam, wohnt Hugo auf dem Dachboden hinter einer großen Bahnhofsuhr. Denn statt zur Schule zu gehen, möchte Hugo die Tradition seines Vaters fortführen: Er hält alle Bahnhofsuhren in Schuss und macht täglich seinen Kontrollweg durch die Bahnhofshallen, um sie zu reparieren und aufzuziehen. Dabei muss er sich vor dem strengen Stationsvorsteher (Sacha Baron Cohen) in Acht nehmen, der keine Chance auslässt, seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Hugos einziges Erinnerungsstück an seinen Vater sind ein rätselhaftes Notizbuch und ein kaputter Roboter, eine Art Aufziehfigur, die Hugos Vater vor seinem Tod in seiner Uhrmacherwerkstatt zu reparieren versuchte. So lebt Hugo zwischen tickenden Uhren und mysteriösen Notizen, bis er eines Tages auf die neugierige Isabelle (Chloe Moretz) stößt, die sein Leben auf magische Weise verändern wird: Isabelle trägt einen herzförmigen Schlüssel um den Hals, der den Automatenmenschen zum Leben erweckt und dadurch eine geheimnisvolle Nachricht seines Vaters enthüllt. Und ehe Hugo sich versieht, befindet er sich schon mittendrin in einem fantastischen und gefährlichen Abenteuer. Mit Hilfe von Isabella und ihrem mürrischen Großvater (Sir Ben Kingsley) kommt er einem außergewöhnlichen Geheimnis auf die Spur, dass seine Herkunft und sein Schicksal für immer verändern wird…
Die nie endende Liebe eines Vaters zu seinem Sohn, starke, bisweilen kauzige Charaktere und magische Momente: Mit der märchenhaft-opulenten Inszenierung von HUGO CABRET präsentiert Regie-Großmeister Martin Scorsese seinen ersten 3D-Film. Seine berauschende Verfilmung übersetzt dabei kongenial die Ideen des HUGO CABRET-Erfinders Brian Selznick, der für seinen gleichnamigen, aufwändig illustrierten Comic-Roman mehrfach ausgezeichnet wurde.
5 von 5 Punkten
Gefährten
Gefährten
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Jeremy Irvine, Emily Watson, David Kross u.a.
Steven Spielbergs neues Meisterwerk – nominiert für sechs Oscars ®: Die bewegende Geschichte über einen Jungen namens Albert (Jeremy Irvine) und sein geliebtes Pferd Joey spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges. Joey wird von Alberts Vater an die britische Kavallerie verkauft und zum Einsatz an die Front geschickt. Vor dem Hintergrund des großen Krieges beginnt Joeys außergewöhnliche Reise. Trotz der Hindernisse, die ihm bei jedem Abschnitt seiner Reise begegnen, berührt und verändert er jedes Leben, das ihm unterwegs begegnet. Und Albert, der seinen großen Freund nicht vergessen kann, läuft schließlich von zu Hause weg, um Joey auf den Schlachtfeldern von Frankreich wiederzufinden und ihn nach Hause zu holen.
In Gefährten steht neben dem großen Abenteuer und den atemberaubenden Bildern eine dramatische Geschichte mit sehr menschlichen Dimensionen im Zentrum. Diese wurde 1982 erstmals als Roman von Michael Morpurgo veröffentlicht und entwickelte sich schnell zu einem Familienklassiker über Liebe und Loyalität, den sowohl Kinder als auch Erwachsene auf der ganzen Welt ins Herz schlossen. Wenig später wurde die Story vom Theater adaptiert und ein triumphaler internationaler Erfolg. Steven Spielberg begegnete dem Stoff dort zum ersten Mal und war sofort begeistert. In der filmischen Umsetzung unter seiner Regie wird nun der talentierte Newcomer Jeremy Irving als Albert sein Kinodebüt geben. Neben ihm konnte Steven Spielberg eine Reihe herausragender Charakterdarsteller wie Benedict Cumberbatch ("Abbitte", "Sherlock"), David Thewlis ("Harry Potter"), David Kross ("Der Vorleser") und Emily Watson ("Mitten im Sturm") für sein neues Oscar®-verdächtiges Filmepos gewinnen. Eine unvergessliche Geschichte über Freundschaft, Entdeckungen und Mut - eine Odyssee aus Freude und Leid, bewegenden Emotionen und großem Abenteuer.
5 von 5 Punkten
Ghost Rider: Spirit of Vengeance
Ghost Rider: Spirit of Vengeance
Regie:Mark Neveldine, Brian Taylor
Darsteller: Nicolas Cage, Fergus Riordan, Ciarán Hinds u.a.
Einige Jahre sind vergangen, seitdem der frühere Stuntman Johnny Blaze (Nicolas Cage) seinen Pakt mit dem Teufel schloss. Blaze lebt inzwischen zurückgezogen, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider wieder in ihm geweckt werden könnte: ein schier unkontrollierbares brennendes Skelett, beseelt von einem Feuerdämon, das auf seinem Motorrad durch Nacht jagt. Doch als der über besondere Kräfte verfügende zehnjährige Danny (Fergus Riordan) von der Armee des Teufels entführt und Blaze vom letzten der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, um Hilfe gebeten wird, muss er eine Entscheidung treffen. Denn Ghost Rider allein ist fähig, den Jungen aus den Klauen des Bösen zu befreien und somit die ganze Welt vor Unheil zu retten sind einige Leute natürlich weniger begeistert, allen voran die eigentlichen Besitzer der Ware. Auf ihrer wilden Reise durch ein völlig neues und ihr bis dahin unbekanntes Leben trifft sie nicht nur auf Salim (Elyas M’Barek), der ihr aus einigem Schlamassel hilft, es passieren ihr auf einmal auch mehr verrückte Dinge, als ihr eigentlich lieb sind. Aber sie trifft auch dort, wo sie es nie für möglich gehalten hätte, auf die Liebe, und plötzlich ist alles anders.
Wenn jemand für eine feurige Marvel Comic-Verfilmung der richtige Mann ist, dann Nicolas Cage – schließlich wählte der als Nicolas Kim Coppola geborene zweifache Oscar®-Preisträger den Namen des Marvel-Helden "Luke Cage" als Inspiration zu seinem Künstlernamen. Und nicht nur das – auf einer Comic-Auktion ersteigerte er seltene Ausgaben im Wert von über 1,6 Millionen Dollar, veröffentlichte seinen eigenen Comic "Voodoo Child" und ließ schließlich seinen zweiten Sohn "Kal-El" taufen – auf den kryptonischen Namen Supermans. Nach seinem ersten Auftritt als Ex-Stuntman, der einen Pakt mit dem Teufel eingeht ("Ghost Rider", 2007), lässt Cage seine dunklen Energien jetzt im zweiten Teil des höllisch heißen 3D-Spektakels spielen: In "Ghost Rider: Spirit of Vengeance" sorgt das "Crank"-Regieteam Mark Neveldine und Brian Taylor für die Rückkehr des unkontrollierbaren Feuerdämons.
Muppets
Muppets
Regie: James Bobin
Darsteller: Amy Adams, Jason Segel, Zach Galifianakis
Die Puppe Walter ist der größte Muppets-Fan der Welt. Mit seinen Freunden Gary (Jason Segel) und Mary (Amy Adams) macht er Urlaub in Los Angeles und findet zufällig heraus, dass der fiese Ölmagnat Tex Richman (Chris Cooper) das alte Theater der Muppets dem Erdboden gleich machen will, weil er in der Nähe Ölvorkommen wittert. Die drei fackeln nicht lange und helfen dem aufgebrachten Frosch Kermit, die verrückte Truppe von einst wieder zusammen zu trommeln, um das Theater zu retten. Doch das ist leichter gesagt, als getan…
Wenn Regisseur James Bobin die Puppen tanzen lässt, werden Kinder, Schüler, Eltern und Lehrer ihre helle Freude haben: Die furiose Rückkehr der Muppets garantiert geniale Puppenkreationen, Zwerchfell erschütternden Humor mit Herz und Köpfchen und natürlich Hauptdarsteller, die ihres Gleichen suchen. Der quirlige Kermit, der einst in der Sesamstraße mit dem Lied „Es ist nicht leicht, grün zu sein…“ ein überraschendes Plädoyer für Toleranz hielt, kehrt endlich zurück und beweist mit Miss Piggy, dem Tier, Fozzie Bär & Co. an seiner Seite: Es geht auch ohne Animation und aufwändige Special Effects. Überschäumende Ideen, chaotischer Slapstick-Humor und herrliche Dialoge erreichen ausnahmslos alle Altersklassen - it’s show time!
Descendants
Descendants
Regie: Alexander Payne
Darsteller: George Clooney, Patricia Hastie, Shialene Woodley u.a.
Anwalt Matt King (George Clooney) und seine Frau Elizabeth (Patricia Hastie) führen eine nach außen hin normale Ehe. Beruflich erfolgreich, kümmern sie sich in erster Linie um ihre eigenen Karrieren. Matt verwaltet für seine weitläufige Familie ein traumhaftes Grundstück auf Hawaii, das schon im Besitz der Hawaiianischen Könige und Missionare war und von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Während er den äußerst lukrativen Verkauf der Ländereien vorbereitet, stürzt die Familie jäh in eine tiefe Krise: Nach einem schweren Bootsunfall fällt Elizabeth ins Koma und Matt erfährt von seiner 17jährigen Tochter Alexandra (Shailene Woodley), dass seine Frau ein ernstzunehmendes Verhältnis zu einem anderen Mann hatte. Für den seiner Familie entfremdeten Matt bricht eine Welt zusammen. Er muss sich plötzlich um die beiden Töchter kümmern, die Vergangenheit überdenken und seine Zukunft neu ordnen. Zusammen mit Alexandra, ihrem etwas eigenwilligen Freund Sid (Nick Krause) und seiner vorlauten Tochter Scottie (Amara Miller) begibt Matt sich auf die Suche nach dem Liebhaber seiner Frau. Dabei kommt er seinen Töchtern wieder näher und erlebt nach langer Zeit, was Familienzusammenhalt bedeutet.
„The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ wurde mit gleich zwei Golden Globes als „Bester Film“ und für den „Besten Hauptdarsteller“ ausgezeichnet. Basierend auf dem Debüt-Roman der hawaiianischen Autorin Kaui Hart Hemmings gelingt dem Oscar®-Preisträger und Regisseur Alexander Payne („About Schmidt“, „Sideways“) eine sensible und mitreißende Literaturverfilmung. Dabei spielt der Schauplatz für die Geschichte eine wichtige Rolle: Die wunderschön in Szene gesetzte Landschaft Hawaiis funktioniert als natürlicher Kontrast zu der sich zuspitzenden Familiengeschichte – im Paradies brechen neue Zeiten an. Die Tiefen und Nuancen menschlicher Beziehungen, das Zusammenspiel von komischen, innigen und schmerzlichen Momenten sowie George Clooneys uneitle Darstellung eines hilflosen Familienvaters bescherten dem Film begeisterte Kritiken. Clooney zeigt eine der besten Performances seiner Karriere, und für viele Kritiker ist eine Oscar®-Nominierung nur noch Formsache.
5 von 5 Punkten